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Erstellt am: 31.12.2009
Von: didier 17.96

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Berichte

Treibjagd | Reduktionsjagd in den Rheinauen

 

Kurz vor dem Jahreswechsel stand eine Reduktionsjagd an. Das Gebiet wurde das letzte mal 2005 bejagt und seither liegen gelassen.

 

In der Zwischenzeit hat sich der Bestand an Schwarzwild allerdings so stark vermehrt, dass die Schäden in den angrenzenden Landwirtschaftsflächen ins unermessliche stiegen und die französische Jagdpolizei vom Umweltministerium zu einer Reduktionsjagd beauftragt wurde.

 

Die Jagdteilnehmer setzten sich fast ausschließlich aus 35 Jagdpolizisten zusammen, neben 10 Treibern, zwei Hundeführern mit insgesamt 8 Hunden und zwei Nachsuchegespannen.

 

Zum Abschuß wurde bewusst alles Schwarzwild freigegeben, auch Bachen,da das Ziel eine erhebliche Bestandsreduktion war.

 

Die Organisation war sehr professionell – nach der entsprechenden Ansprache wurden alle Schützen auf die vorbereiteten Stände eingewiesen. Alle Wege waren mit Warnschildern versehen, mögliche Wanderer und Radfahrer über die Jagd informierten.

 

Nach dem Anstellen wurde die Jagd angeblasen und die Hunde geschnallt. Im ersten Trieb dauerte es relativ lange, bis Sauen hochgemacht wurden. Der Wasserstand im Rhein und damit auch in den Auen war relativ hoch. Es gab nur wenige, höher gelegene Inseln, auf denen sich die Sauen aufhielten. Überall war zwischen den Inseln Wasser, manchmal nur wenige Zentimeter tief, manchmal aber auch über einen Meter …

 

Die Sauen drückten sich vor den Hunden auf den trockenen Inseln und im Schilf im kniehohen Wasser, da die Terrier nur ungern ins tiefere Wasser gingen. Die drei Labradore arbeiteten aber sehr gut und schwammen auf die Inseln und stöberten auch aktiv im Schilf. Das brachte dann auch bald die Sauen auf die Läufe und einmal „angeschoben“, blieben sie auch auf den Läufen.

 

Es war schon jedes mal ein Spektakel, wenn die Sauen in vollem „Galopp“ ins Wasser sprangen, durch Gräben schwammen und dann wieder auf trockenem Boden ihre Flucht fortsetzten. Man hörte sie daher meist gut anwechseln und konnte sich auf den Schuss vorbereiten. Der folgende Film soll einen Eindruck vermitteln:

 

  • Die Szene beginnt,als die Sauen in den Schilf rennen – man hört es platschen und das Schilf wackelt
  • Dann verhoffen sie kurz im Schilf, bevor sie auswechseln
  • Die Kugel trifft die erste auswechselnde Sau - wie sich später herausstellte tödlich tiefblatt
  • Dann nimmt die Rotte Fahrt auf und überquert die Schneise, wobei die erste Sau zum zweiten mal tödlich getroffen wird und daher auch wenige Meter danach liegen bleibt ...

 

Wer noch nie eine Sau hat schwimmen sehen, war sicher überrascht, wie wenig von der Sau aus dem Wasser schaut und wie schnell die schwimmen können. Immer wieder kam es vor, dass die Sauen – verfolgt von den kleineren Hunden – nur ins Schilf einwechseln und im kniehohen Wasser verhoffen, bis der Trieb zu Ende war ...

 

 

 

Am Ende konnte sich das Resultat sehen lassen. Insgesamt lagen 39 Sauen auf der Strecke bei ca. 120 Schuss … Die angeschweißten Sauen wurden mit den Schweißhunden nachgesucht und alle zur Strecke gebracht. Darunter waren etliche ältere Keiler mit guten Waffen:

 

 

Nach dem Strecke legen und Verblasen ging ein einmaliger Jagdtag zu Ende, der allen Teilnehmern sicher lange in Erinnerung bleiben wird ...

 

Ort:

Land:

Frankreich

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