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Jagdhund im Haus - Sofa-Hund?!

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Anton K.

Mitglied seit: 28.09.2007

Land/PLZ:: Deutschland/

Postings: 15

Donnerstag, 17. Januar 2008 15:34:08

Jagdhund im Haus - Sofa-Hund?!

Hallo,

ich habe keinen Zwinger und denke über die Anschaffung eines Jagdhundes nach. Haltet Ihr Euren Hund auch im Haus und worauf sollte man dann achten, damit aus dem Jagdhund keine "Sofahund" wird? Anton

maca157

Mitglied seit: 30.11.2007

Land/PLZ:: Deutschland/

Postings: 5

Freitag, 18. Januar 2008 16:49:49

Re: Jagdhund im Haus - Sofa-Hund?!

Hallo Anton k.

also ich kann Dir eines sagen wir züchten Parson Russel Terrier und die können zwischen Arbeit und Freizeit so gut unterscheiden daß Du denken würdest es sind zwei verschiedene Hunde. Es ist für einen Jagdhund ein priema Ausgleich in und Teil einer Familie zu sein. Natürlich ist die Erziehung zum Jagdhund schwer aber die kleinen lernen recht schnell. Kann jetzt natürlich nur von meiner Erfahrung mit Terrier berichten aber ich denke andere Jagdhundrassen können ähnlich unterscheiden. Also meine Bitte wenn Du einen Jagdhund anschaffen solltest steck Ihn bitte nicht in einen Zwinger, egal was andere sagen der Hund sieht Dich nur als Rudelführer wenn er jede freie Minute mit Dir verbringen kann. Du kannst zwar Zwingerhunde zu absolutem Gehorsam erziehen, die Metoden auszuschmücken spare ich mir jetzt. Du müstest diesen Hunden den Willen brechen und solche Hunde werden nie gute Jäger. Das vertrauen zwischen Hundeführer und Hund ist das A und O eines guten Jagdhundes.

Gruß Marc

Nauihunter

Es gibt sie noch !!!!

Mitglied seit: 28.12.2007

Land/PLZ:: Deutschland/49XXX

Postings: 1

Sonntag, 20. Januar 2008 18:41:08

Re: Jagdhund im Haus - Sofa-Hund?!

Ich führe einen Labrador. Er ist den ganzen Tag mit der Familie zusammen und auch Nachts in der Wohnung. Nur wenn niemand im Hause ist kommt er in seinen Zwinger. Aber auch dort ist er zufrieden weil er weiß, daß er wieder zu uns kommt, sobald jemand nach Hause kommt. Der Hund kann genau unterscheiden, ob es ein normaler Tag ist oder ob es auf die Jagd geht. Ziehe ich Jagdklamotten an oder gehe an den Waffenschrank weiß der Hund genau was abgeht. Und er kann sogar unterscheiden ob Wild zum Haus gehört oder nicht. Er sitzt sogar bei Fuß wenn ich meine wilden Fasan im Garten füttere. Und auch die Fasan wissen, daß ihnen auf dem Grundstück keine Gefahr vom Hund droht.
Nur wenn es zur Jagd geht, dann gehören Fasan, Ente oder Hase eben zum jagdbaren Wild.
Soweit zum Thema " Sofahund ".
Ein Hund braucht den ständigen Kontakt zu seinem Rudel.

Frank

debe

Mitglied seit: 19.02.2008

Land/PLZ:: Deutschland/

Postings: 6

Dienstag, 19. Februar 2008 10:03:34

Re: Jagdhund im Haus - Sofa-Hund?!

Hallo,

bei mir sind die Hunde Familienmitglieder, Freunde und Helfer! Es bedarf keiner Zwingerhaltung um einen Jagdhund auszubilden und zu einzusetzen. Viel mehr kommt es auf eine gute und feinfühlige Ausbildung an, die den Hund an uns bindet und dennoch seine "Selbstständigkeit" erhält. Der Hund muss auch in seinem Jagdeinsatz oft selbstständig das erlerne und angeborene umsetzen.
Das zu erreichen bedeutet Konsequenz im Umgang mit dem Hund! Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass sich dies leichter anhört als es wirklich ist. aber diese Herausforderung sollte es uns wert sein - auch ein wenig "Weidgerechtigkeit..."

ms71

Mitglied seit: 17.06.2009

Land/PLZ:: Deutschland/

Postings: 4

Mittwoch, 17. Juni 2009 11:50:23

Re: Jagdhund im Haus - Sofa-Hund?!

Antwort: Ja der Hund darf auch aufs Sofa!
Wie schon von anderen geschreiben wurde können die Hunde augenblicklich unterscheiden wann ein normaler Tag ist und wann es zur Jagd geht. Wenn mein Hund (Schwarzwildbracke) das piepen des elektronik-Schlosses vom Waffenschrank hört oder ich die Gummistiefel anzieh weiß er sorfort bescheid ist ist auf 100.
Und die Bindung zu mir ist wirklich besser geworden seit der Hund in die Wohnung darf! Aber auch in der Wohnung muß man dem Hund seine Grenzen zeigen!

Weidmannsheil aus der Schorfheide

Marko S. aus K.

Irmela Pinkwart

Mitglied seit: 02.11.2009

Land/PLZ:: Deutschland/16XXX

Postings: 1

Freitag, 28. Mai 2010 23:45:57

Re: Jagdhund im Haus - Sofa-Hund?!

Wir züchten seit 12 Jahren Gordon Setter, ja wir wurden anfänglich von den Jägern belächelt bis die dann die Leistungen sahen, und diese sind nicht zuletzt auf das enge Zusammenleben in der Familie mit dem Ausbilder zurückzuführen. Hunde sind Meister im Verstehen der Körpersprache und je besser sie uns kennen umso besser wissen sie auch, was von ihnen verlangt wird. Im Alltag gibt es unendlich viele Möglichkeiten, mit dem Hund eben mal so z.B. Apport zu üben. Unsere Stammhündin bettelte oftmals Mittags in der Küche bei den Vorbereitungen zum Mittagessen, "O.k. Du nimmst jetzt diesen Schneebesen und dann bekommst Du ein leckeres Häppchen, nimmst Du diesen nicht, dann ignoriere ich Dich", es hat nicht lange gedauert, und meine Hündin apportierte wirklich alles, ein tiefgefrorenes Huhn, eine geschlossene Bierflasche, einen Hammer, dann Wild, Raubwild usw., die Hühnerherzen hat sie dann aber doch eingeatmet happy Also unsere Erfahrung ist die, je enger die Bindung, desto besser ist das Jagdteam, und Bindung klappt nicht in Zwingerhaltung, ist doch logisch. Die Sofahunde sind die besseren Jagdhunde happy))))
Liebe Grüße
Irmela Pinkwart

Eduard56

96.75 96.75 96.75

Mitglied seit: 30.03.2010

Land/PLZ:: Deutschland/

Postings: 348

Samstag, 29. Mai 2010 07:54:49

Re: Jagdhund im Haus - Sofa-Hund?!

Ich find es besser, wenn der Hund in der Familie lebt, auch falls er manches Mal ein 2. Komando benötigt, als wenn er nur im Zwinger sitzt und dann 10x im Jahr zur Jagd rauskommt. Dann explodiert er nämlich erst mal die ersten 2 Treiben. Ich kenn Großhundrassen, die werden von ihren Züchtern garnicht an Leute verkauft, die einen Zwinger haben, weil sie sich öfter komisch entwickeln. Wir hatten in Canada sogar nen großen Akita (60 Kg) im Zelt und es war eng. Manchmal knurrte er, manchmal maulten wir, je nachdem, wer grad zusammengedrückt wurde. Also schlief er sozusagen mit im Bett. Trotzdem war er immer 100% da.
Das Einzige, was immer sein sollte, daß der Hund auf die Anordnungen hört und weiß, wo er hin darf und wo nicht.

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