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Großkaliber - Kleinkaliber : was braucht der Jäger wirklich?

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JOG

Mitglied seit: 16.04.2009

Land/PLZ:: Deutschland/

Postings: 1

Donnerstag, 16. April 2009 16:05:32

Großkaliber - Kleinkaliber : was braucht der Jäger wirklich?

Halli Hallo,
ich selbst bin kein Jäger, mit der Materie folglich auch nicht vertraut.
Im Zuge eines Wettbewerbes soll ich nun aber über ein Verbot von Großkalibern debattieren.

Wie die Lage für Schützenvereine wäre, weiß ich mittlerweile, nun interessieren mich noch die Jäger, aber auch ausdauerndes googeln und das wälzen mehrerer Jagdforen hat mir nicht wirklich einen Einblick verschaffen können.

Deswegen hier meine Fragen, ich würde mich über eine Antwort sehr freuen:

1. Mit was jagen Jäger eigentlich? Ich las, dass Kleinkaliber unabdinglich seien, wie stehts denn um Großkaliber? Sind die zwingend notwendig, oder machts das kleine Kaliber ebenso gut?

2. Welche Folgen hätte ein Verbot von großkalibrigen Waffen für Jäger in Deutschland, und welche Folgen würden sich daraus für die Gesellschaft (Bauern, Wälder etc. ) ergeben?

einen schönen Tag wünsche ich,

JOG

didier

17.96

Mitglied seit: 17.08.2007

Land/PLZ:: Frankreich/

Postings: 48

Donnerstag, 16. April 2009 20:56:10

Re: Großkaliber - Kleinkaliber : was braucht der Jäger wirklich?

Hi JOA - anbei meine Antworten (gültig für Deutschland):

zu 1) Jäger jagen mit Büchsen (Kugeln) und Flinten (Schrot). Das Jagdgesetz schreibt dabei folgendes vor:

- mit Flinten darf alles Niederwild (Hasen, Füchse, alles fliegende Wild) außer Rehe gejagt werden. Flugwild trifft an mit einer Kugel auch nicht - außer man ist Billy the Kid blunk

- Rehwild darf man nur mit Büchsenkalibern mit mind. 5.6 mm Durchmesser und 1000 Joule Energie Jagen; nur mit Büchsenkalibern mit mind. 5.6 mm Durchmesser und einer Mindestenergieabgabe auf 100 Meter von 1000 Joule Energie Jagen - anderes Schalenwild (Wildschweine, Rotwild) ab Kaliber 6,5 Millimeter mit einer Mindestenergieabgabe auf 100 Meter von 2 000 Joule .

zu 2) Es gibt keine feste Definition von "Großkaliber", wie bei Sportschützen. Was wäre denn die Definition? Wenn die Definition schon die oben genannten Kaliber betreffen würde, wäre die Folge eines Verbots, dass man nicht mehr jagen kann ... und es wäre auch ethisch verwerflich, mit kleineren Kalibern auf großes Wild zu jagen. Kaliber von 8mm oder 9,3 mmm Durchmesser sind durchaus üblich, insbesondere bei der Jagd auf Wildschweine ... von denen es immer mehr gibt.

Wenn man Waffen verbieten würde, die die Jagd erheblich einschränken, könnten Jäger Ihren Hegeauftrag nicht mehr erfüllen, d.h. für einen ausgewogenen und gesunden Wildbestand sorgen. Man hätte dann z.B. sehr bald zu Folge, dass (ähnlich wie in manchen Vororten von Berlin heute Bereits) Wildschweine fast in jedem Vorgarten zu finden sind uns die Schden in der Landwirtschaft in die Millionen gehen ... für die dann die Lanworte und am Ende wahrscheinlich die Steuerzahler aufkomen müssen

Hoffe, das hilft.

Grüße Didier

Jäger aus Leidenschaft!

Eduard56

96.75 96.75 96.75

Mitglied seit: 30.03.2010

Land/PLZ:: Deutschland/

Postings: 348

Freitag, 09. April 2010 06:44:27

Re: Großkaliber - Kleinkaliber : was braucht der Jäger wirklich?

Wie mein Vorredner schon sagte, ist ein Verbot nicht möglich. Auch bei Faustfeuerwaffen braucht der Jäger für den Fangschuß auf Sauen im Dickicht mindestens 357 Magnu Revolver.
Vielleicht sollte man wieder die alte Regel machen und den kindern verbieten die Waffen anzufassen. Mein Vater hatte keinen Waffenschrank, sondern einige Haken an der Wand, wo die gesamte Ausrüstung, wie früher üblich hing. Ich war zwar schon mit 10 Jahren etwas ausgebildet an Waffen (Luftgewehrschießen und alle Jagdwaffen reinigen), aber ich durfte die Waffen allein nicht anfassen. Ich hab es auch nie versucht. Vielleicht sollte man mal wieder Grenzen aufstellen, die auch durchgesetzt werden?

treiber64

13.85

Mitglied seit: 05.10.2007

Land/PLZ:: Deutschland/

Postings: 58

Samstag, 17. April 2010 19:38:50

Re: Großkaliber - Kleinkaliber : was braucht der Jäger wirklich?

Wurde vor kurzem auch gefragt, warum nicht jaeger, sportschuetzen etc ihre waffen nicht einfach zentral einschliessen und dort bei bedarf abholen

.... Dazu ist auch nur zu sagen, dass der jagdalltag (z.b. Wildunfall im strassenverkehr) oft schnelle reaktionen erfordert?!

Merci und WmH

Treiber64

Eduard56

96.75 96.75 96.75

Mitglied seit: 30.03.2010

Land/PLZ:: Deutschland/

Postings: 348

Samstag, 17. April 2010 22:27:24

Re: Großkaliber - Kleinkaliber : was braucht der Jäger wirklich?

Wie will man denn so einen Raum sichern? Wer dann Waffen brauch, der bricht bei der Polizeiwache ein, dann hat er das ganze Sortiment. Man sollte Waffen sicher aufbewahren, aber auch realistisch bleiben. Man muß heute Waffen im abgeschloßenen Gewehrkoffer transportieren, dabei schützt während der Fahrt ein abgeschloßener Kofferraum mehr als der Gewehrkoffer. Diese Kofferschlösser macht man mit nem großen Schraubenzieher auf. Ich hab in meinem Wagen eine Automatik, die alle Türen nach 20 Meter Fahrt verriegelt. Dann kann keiner während der Fahrt oder beim Stop vor der Ampel an die Waffe.
Und wenn die Waffen im Gewehrschrank sind und die Schlösser und Vorderschäfte im Pistolensafe, dann sind die Gewehre auch wertlos. Ich versteh die Wünsche der Leute, die Angst haben, daß an ihrer Schule der nächste Amoklauf passiert, aber man kann Sicherheit auch einfacher herstellen. Und wenn der Amokläufer auch gleichzeitig Berechtigter ist, dann kann man eh nichts machen. Und da die Kinder bis zum 12ten Lebensjahr meistens wissen, wo Papa den Schlüssel aufbewahrt oder welche Nummer der Safe hat, ist eine gute Erziehung der Kinder das Wichtigste.

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