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vadkan
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Dienstag, 20. Mai 2008 11:11:27
Re: Jagdreise auf Schwarzwild ?
Hallo Spion
Weisst Du überhaupt was Du wirklich möchtest? Deine Vorstellungen entsprechen nicht der Realität; willst Du möglichst billig oder eher erfolgreich jagen? Diesbezüglich musst Du zuerst mit Dir selber ins Reine kommen. Qualität hat berechtigterweise weltweit ihren Preis!! Ein Ferrari kostet auch "empfindlich" mehr als ein Golf oder? Das kann bei der Jagd nicht anders sein; oder für Dich schon? Dann träum weiter. Dazu ein Auszug aus unseren Informationen für unsere Jagdgäste, welche das gleiche Problem wie Du haben.
Gute Voraussetzungen für erfolgreiche Drückjagden
Welcher Jäger hegt nicht insgeheim den Traum, einmal an einer guten, erfolgreichen Drückjagd teilnehmen zu können. Um Sie der Erfüllung dieses Traumes ein wenig näher zu bringen, hier eine Orientierung für unsere Drückjagden 2008/2008 in Ungarn.
Die Jagdmöglichkeiten auf Schwarzwild sind heute in Europa, Asien und Australien so vielfältig, dass eine Orientierung sehr schwer ist. Die Schwierigkeiten liegen nicht nur bei oft undurchsichtigen Angeboten, sondern auch bei den teilweise unrealistischen Erwartungen der Jäger.
Einzeljagd
Dem Jäger wäre am liebsten, wenn er wildbretschwere und waffenstarke Keiler zu Spottpreisen jagen könnte. Dazu sollte der Jagderfolg am besten garantiert sein. Alles Wünsche, die mit der Realität wenig zu tun haben.
Der Stellenwert der Schwarzwildjagd ist unter Auslandsjägern im deutschsprachigen Raum hoch, und trotzdem wollen viele Jäger nicht begreifen, wie aufwendig und teuer eine richtige Schwarzwildhege ist. Eine entsprechende Dichte an reifen Keilern als Garant für zufriedene Saujäger ist nur auf der Grundlage eines hohen Schwarzwildbestandes möglich. Das bedeutet aber sowohl hohe Hegekosten wie Unsummen die man für entstandene Wildschäden bezahlen muss. So erklärt sich auch der hohe Preis, den der Jäger in den meisten Revieren für Keilerabschüsse zu zahlen hat. Er sucht sich aber in der Regel nur die preisgünstigsten Jagden aus und erwartet Wunder, die sich nicht einstellen können, sodass die Enttäuschung dann gross ist.
Drückjagd
Für Drückjagden gilt das Gleiche. Damit zehn Schützen eine Tagesstrecke von z.B. 15 Sauen erreichen, muss eine entsprechend hohe Wilddichte vorhanden sein.
Dazu kommen auch weitere Schwierigkeiten, die man leider auf den meisten Drückjagden beobachten kann. Viele Jäger verhalten sich völlig falsch auf ihren Ständen und schiessen oft so schlecht, dass eine hohe Strecke unter solchen Voraussetzungen kaum möglich ist.
Ein „gewöhnlicher“ Jäger nimmt jedes Jahr normalerweise an nur wenigen Drückjagden teil (wenn überhaupt), ist oft mit seinen Hochsitzerfahrungen beim freihändigen Schiessen auf schnell flüchtendes Schwarzwild völlig überfordert. Kein Wunder also, wenn solche Schützen nur jede zehnte Sau treffen; dass dadurch keine hohen Tagesstrecken zu erzielen sind ist logisch. Wenn Schützen ohne Übung auf dem Schiesstand zur Treibjagd kommen und nach 138 !! Schuss in 2 Tagen nur zwölf Sauen auf der Strecke liegen (wie einmal vor 3 Jahren im Winter tatsächlich geschehen), wird auch die bestorganisierte Jagd zur Enttäuschung.
Auch bei Drückjagden richten die Jäger sehr oft unrealistische Forderungen an die Veranstalter und die Jagdreviere. Jeder Schütze möchte am liebsten jeden Tag viel Schwarzwild sehen und vorallem schiessen; und zwar ausschliesslich in freier Wildbahn. Das ist aber auch in Revieren mit hohem Schwarzwildbestand sehr schwer möglich, weil für einen solch grossen Jagderfolg viele unterschiedlichen Faktoren zusammen passen müssen.
Viele Jäger lehnen Wildgatter ab und würden am liebsten nur in freier Wildbahn jagen. Tatsache ist, dass hohe Tagesstrecken in der Regel nur in grossen Saugattern zu erzielen sind. Gross bedeutet hier 500 Hektar und mehr, also jagen mit ähnlichen Risiken wie unter natürlichen Verhältnissen. Aber wie auch immer, Gatter bleiben Geschmackssache!
Auch für Treibjagden gilt, dass Angebote mit gutem Service und hohen Tagesstrecken teuer und sehr gefragt sind. Es passiert manchmal, dass auch Billigangebote gute Ergebnisse bringen, nur ist das meistens Zufall. Die Regel ist eher die Verhältnismässigkeit zwischen Preis und Strecke: eine gute Jagd kostet Geld und bei günstigen Angeboten muss sich der Jäger auf eine geringere Strecke einstellen. Qualität hat weltweit ihren Preis.
Der Schwarzwildbestand ist in den Toprevieren der ungarischen Forstreviere wie Gemenc, Pilis, Sefag, Mecsek Labod und Guth sehr hoch, sodass bei entsprechend guter Schussleistung der Schützen hohe Tagesstrecken erzielt werden können. Branchenkenner behaupten sogar, dass strecken- und trophäenmässig so gute Treibjagden kein anderes Jagdland als Ungarn in freier Natur bieten kann.
Sautreibjagden mit guten Strecken in freier Wildbahn sind sehr gefragt und werden in der Regel von Stammgruppen Jahr für Jahr gebucht. Darüber wird aber am Stammtisch nicht viel erzählt, weil die Jäger Angst haben, dass dies publik gemacht werden könnte und sie ihr gutes Revier an eine andere Gruppe abgeben müssten. Wer ernsthaft interessiert ist, muss also rechtzeitig noch vor Beginn der Jagdmessen einen Termin für seine Gruppe reservieren.
Die Jagdveranstalter gehen davon aus, dass auf Treib- und Drückjagden in den Revieren der ungarischen Forstverwaltungen im Schnitt jeder Schütze Minimum ein Stück Schwarzwild pro Tag erlegt. Damit kommt man bei z.B. 10 Schützen auf eine Tagesstrecke von etwa zehn Stück Schwarzwild, die aber leicht auch 15 Sauen und mehr betragen kann.
Für Saujäger, die mit Vorliebe auf Keiler mit massigem Körper und langen Waffen jagen, sind ungarische Reviere weniger interessant. Wenn aber eine Treibjagdgruppe gefreute Tagesstrecken, perfekte Jagdorganisation und komfortable Unterkünfte sucht, dann ist Ungarn kaum zu schlagen. Zu empfehlen sind eigentlich nur Reviere der staatlichen Forstverwaltungen, in denen hohe Schwarzwildbestände zu finden sind.
Na dann mal Waidmannsheil!!
Daniel M. Hess
VEPAR Jagdreisen
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