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Welches "Trinkgeld" ist üblich bzw. angemessen für den Führer/Organisatoren bei einer geführten Einzeljagd (z.B. Hirschbrunft)?

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C&R

153.96 153.96 153.96 153.96

Mitglied seit: 24.06.2007

Land/PLZ:: Deutschland/82XXX

Postings: 495

Montag, 05. November 2007 08:53:16

Welches "Trinkgeld" ist üblich bzw. angemessen für den Führer/Organisatoren bei einer geführten Einzeljagd (z.B. Hirschbrunft)?

Hallo, welches "Trinkgeld" ist üblich bzw. angemessen für den Führer/Organisatoren bei einer geführten Einzeljagd (z.B. Pirschin der Hirschbrunft)? Danke

_____________________________________

JÄGER - ANGLER - FLIEGENFISCHER

Ursus9027

Mitglied seit: 02.10.2007

Land/PLZ:: Deutschland/

Postings: 1

Sonntag, 23. Dezember 2007 05:22:43

Re: Welches

Hallo
Ich jage seit einigen Jahren regelmässig im Ausland und halte es betr. Trinkgeldern grundsätzlich folgendermassen:
Empfehlungen von Reisevermittler können hilfreich sein, sind aber überhaupt nicht zwingend, denn ich bewerte die mir persönlich erbrachte Leistung. Sofern ich ausserordentlich zufrieden bin, fällt das Trinkgeld natürlich grosszügiger aus. Bei absoluten "Nullerrunden" - die es in freier Wildbahn durchaus geben kann - gibts entsprechend weniger.
Was ich persönlich überhaupt nicht tolleriere, sind sog. "Pirschführerboni", d.h. ich bezahle die Jagdführung gemäss Angebot und "honoriere" die Leistung des Jagdführers entsprechend meines Jagderlebnisses und lasse mir dabei nicht gerne vom Anbieter vorschreiben, dass ich die gebuchte Leistung zusätzlich noch mit Boni belohnen soll bzw. muss. Trinkgeld verfällt bei solchen Angeboten von meiner Seite her grundsätzlich, da z.B. bei mehreren Stück Rehwild locker einmal 200 Euro zusätzlich anfallen können, die ich sonst als Trinkgeld dem Jagdführer gerne gegeben hätte.
Zudem bin ich nicht berreit, den Jagdreisevermitttler für eine nicht durch ihn erbrachte Leistung (es erbringt ja der Jagdführer die wirklich "zählende" Leistung im Revier) zusätzich zu entschädigen.

Betr. Höhe des Trinkgelds: Als Grundsatz rechne ich 100 Euro pro Jagdwoche ein; sofern es mehrere Jagdführer waren oder ich die Treiberschar entschädigen möchte, tue ich das immer persönlich. Erstens bin ich so sicher, dass das Geld auch wirklich bei dem von mir ausgewählten Begünstigten ankommt und zweitens schätze ich die persönlichen Kontakte viel mehr als eine "pauschale" Abgeltung an eine Einzelperson.

Waidmannsheil. Ursus

Eduard56

96.75 96.75 96.75

Mitglied seit: 30.03.2010

Land/PLZ:: Deutschland/

Postings: 348

Samstag, 20. November 2010 10:53:06

Re: Welches

Ich seh es wie mein Vorredner. Pauschal Trinkgeld geben ist nicht das Wahre. Auch in Lokalen geb ich nur Trinkgeld, wenn der Service besonders gut war. In den USA/Canada sagt man zwar, daß man 10% geben soll, weil die Löhne so niedrig sind, aber auch da gibt es nur was, wenn der Service besonders gut war. Man muß aber auch sagen, daß der Service dort zu 99% besser ist wie in Deutschland. Da rät einem der Kellner auch mal zu anderem Fleisch, wenn er gesehen hat, das es besser ist. Oder die Kellner machen ein Ständchen mit Gitarrenmusik, wenn sie merken, daß jemand Geburtstag hat. Es ist der kleine Unterschied, der eine Persönliche Betreuung ausmacht.
Ich hab meistens die Leute, mit denen ich während der Jagd Kontakt hatte, zu einem Abschiedsessen in der Stadt eingeladen. Beim direkten Führer kam es mir nicht auf den Jagderfolg, sondern um den Jagdspaß und die Bemühungen des Guides an. Dabei muß es nicht unbedingt Bargeld sein. Ich hatte gesehen, daß mein Guide ein Auge auf ein Jagdmesser geworfen hatte, welches ihm aber zu teuer war. Er hätte es gern, aber 150 Dollar war ihm zuviel. Als ich ihm das am letzten Tag am Flughafen überreichte, freute er sich mehr wie über Bargeld. Und jedesmal wenn wir wieder zusammen jagden, zeigte er mir stolz das Messer. Ich hab ihm auch öfter Sachen in Europa besorgt, die er in Canada nicht bekommen konnte und er schickte mir dafür öfter Jeans, die in Deutschland 89 Euro kosten für 29 $. Ich hab ihm auch einmal nachträglich ein Nachtsichtgerät aus Militärbeständen geschickt, als wir eine tolle Jagd auf Mountaingoat hatten.
Er fand es gut, daß ich im Camp auch Holz machte, Wasser holte und Trophäen mit vorbehandelte. Er sagte mal, daß es ihm mehr Spaß machen würde mit einem Gast wie mit einem Kumpel zu jagen, als wenn die Gäste ihn als "Diener" ansehen würden. Und auch mir machte es mehr Spaß als Team zu jagen, wie als bezahlender Gast. Und die Geschenke wurden auch lieber genommen, wie das Bargeld als Belohnung. Im letzten Jahr hat er mich sogar umsonst auf seine Ranch am Alaska-Hwy eingeladen, um Spaß zu haben und auf Hirsche zu jagen. Dem Veranstallter würd ich eh kein Trinkgeld geben, weil man hier in Deutschland ja auch nur dem "Personal" Tiip gibt.

Bastian

Mitglied seit: 19.01.2011

Land/PLZ:: Deutschland/

Postings: 7

Moderiert von: xxlteam

Donnerstag, 27. Januar 2011 11:36:29

Re: Welches

Ich war vor ein paar Jahren mit zwei guten Freunden auch in den USA jagen. Wir waren hoch im Norden, schon fast bei Kanada in ziemlicher Wildnis in einem Ferienhaus. Das hatten wir ziemlich gut geschossen, das Haus. Hier gefunden: www.casamundo.de/ Die Gegend ist der Wahnsinn und das Wild auch. Hier mal so eine kleine Auflistung: Link nur für registrierte und angemeldete Mitglieder sichtbar Natürlich darf man die nicht alle schießen und begegnen tut man Bären auch nur mit Glück, aber zurück zum Thema: Natürlich kommt es immer drauf an, wo du bist. Allemeine Trinkgeldregeln für unterschiedliche Länder findest du hier: Link nur für registrierte und angemeldete Mitglieder sichtbar Das bezieht sich zwar so ziemlich alles auf touristische Leistungen, zeigt aber Tendenzen...Man darf aber nicht vergessen, dass Trinkgeld in erster Linie eine subjektive Sache sind, also wenn du findest, dass jemand wirklich kein Trinkgeld verdient hat, bist du nicht dazu verpflichtet ihm welches zu geben. Ich persönlich gebe gerne Trinkgelder, da man bei weiteren Begegnungen die Sympathie der anderen auf seiner Seite hat. Das ist bei unserem Jagdführer in Minnesota definitiv so gewesen. Der war anfang nicht sehr aufgeschlossen, aber gut. Als wir ihm gute "Tips" gegeben haben, war er viel offener und das hat das Erlebnis auch ungemein aufgewertet.

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