Jagdforum

nahdgegner

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nighthunter

13.05

Mitglied seit: 29.05.2007

Land/PLZ:: Deutschland/

Postings: 44

Donnerstag, 17. Februar 2011 09:20:33

nahdgegner

Hallo, wie geht ihr denn mit jagdgegnern um : diskutieren? Ignorieren?

Was sind aus eurer Sicht die "besten Argumente" pro jagen?

- mangelnde natuerliche Feinde?
- Tradition
...?

Eduard56

96.75 96.75 96.75

Mitglied seit: 30.03.2010

Land/PLZ:: Deutschland/

Postings: 348

Donnerstag, 17. Februar 2011 10:24:16

Re: nahdgegner

Es liegt an den Leuten. Wenn jemand so antijagd ist, daß man mit ihm kein vernünftiges Wort wechseln kann, dann ignorieren. Ansonsten hab ich immer versucht den Leuten zumindest die Grundsätze der Jagd verständlich zu machen. Man muß dann natürlich auch so ehrlich sein, daß es bei den Jägern genausoviel Arschlöcher gibt wie im normalen Leben (manchmal glaub ich prozentual sogar mehr *gg*). Manchmal sollte man solche Leute auch mal einladen mit zum Ansitz zu kommen. Dann kann man erklären, daß die Jagdberechtigten dort einen Wildacker für den Winter, dort eine Dickung, damit das Wild Ruhe hat (auch vor der Jagd) und auch ruhig mal Probleme wie Habicht und Bussard (andere Greife sind wirklich schützenswert), wildernde Hunde und Katzen und auch Krankheiten bei Wild und Raubwild und deren Behandlung. Medikamente in die Winterfütterung oder Blei zur Dezimierung, nicht Ausrottung, des Raubwildes. Viele verstehen die Jäger, wenn sie sehen, daß viel Zeit in Naturschutz und Beobachtung und nur wenig Zeit in Abschuß investiert wird. Man kann auch die Bedürfnisse der Bauern oder Schutz der Privatpersonen im Wald (Tollwut) erklären. Wenn man sie auch nicht zu Jägern machen kann, so ist doch Verständnis da. Fragt die Leute, ob ihr auf deren Grundstück parken könnt wenn ihr im Revier seid. So ist euer Wagen unter Aufsicht und der Mann freut sich auch wenn er mal ein Stück Wild als Dank bekommt. Sprecht die Leute an, wenn deren Hunde und Katzen wildern. Wenn ihr sie dann doch erschießen müßt (die Tiere, nicht die Besitzer), dann schmeißt sie auf die Straße und fahrt nochmal drüber. Nicht nett, aber wenn die Katze nicht zurückkommt, dann habt ihr Feinde im Revier.
Und Freunde passen auch auf, wenn mal was im Revier nicht richtig läuft. Wir haben Hundebesitzern auch gestattet ohne Leine zu gehen, wenn die Hunde gehorchten. Die Leute freuen sich dann, wenn der Jäger fair ist und ihnen sagt, daß sie ein bißchen mit aufpassen sollen.
Der frühere Jäger, der sogar Liebespaare mit vorgehaltener Waffe aus dem Revier vertrieb ist nicht mehr angesagt.
Ich hab mal eine Bekante mit auf den Hochsitz genommen, weil sie eine miese Meinung von Jägern hatte. Dabei hatte ich das Glück, das eine Katze mehrere Fasanenküken tötete und mit einem im Fang weiterging. 100 m weiter ließ sie das Küken fallen und tötete wieder 5-6 Küken um eins zu nehmen. Neben mir auf dem Hochsitz qualmte und zischte es, bis plötzlich der Satz kam: Knall das Scheißbiest ab, dieser Mörder!. Sie wurde auch nie Jägerin, aber verstand meine Leidenschaft besser. Manche Sachen muß man ja auch nicht unbedingt erzählen, weil die nicht gut ankommen.
Immer Lächeln und freundlich sein, aber bestimmt auftreten, wenn was mies läuft.

jagdkönigin

Mitglied seit: 25.06.2007

Land/PLZ:: Deutschland/

Postings: 19

Sonntag, 20. Februar 2011 12:09:44

Re: nahdgegner

Die Punkte von Eduard finde ich gut. Ich selbst versuche zu verstehen, warum die Leute gegen die JAgd sind. Dann kann man auch ein Gefühl entwickeln, ob Leute für andere Argumente überhaupt offen sind oder ob es zwecklos ist, in Aufklärung zu investieren.

Wenn man die "Abneigungsgründe" kennt, kann man darauf gezielt eingehen. So war mal eine ältere Dame gegen die Jagd, weill man die "armen Muttertiere von den Kleinen wegschießt". Ich hab Ihr dann, zu großem Erstaunen, erst einmal erklärt, dass es Schonzeiten gibt. Das hat geholfen blunk

Eure Jagdkönigin

Eduard56

96.75 96.75 96.75

Mitglied seit: 30.03.2010

Land/PLZ:: Deutschland/

Postings: 348

Sonntag, 20. Februar 2011 12:33:50

Re: nahdgegner

Von einer Jagdkönigin läßt man sich ja gerne überreden, aber sonst ist oft Neid der Grund für Jägerhass. Die glauben, daß nur die "Dicken" sich das Hobby des Mordens leisten. Aber man sollte immer selber ein positives Bild abgeben. Mit den Bauern auch nicht nur über tolle Abschüsse reden, sondern auch über den tollen Anblick des Wildes beim Ansitz oder Pirsch. Und auch betonen, daß man die Waffe momentan nur für raubwild und eventuell krankes Wild mitführt. Und lasst ihn mal ein paar Euro verdienen beim Wildacker anlegen oder Hochsitzbau. Ein paar Euro und ein paar Bier überzeugen auch oft.

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