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xxlbux
Mitglied seit: 24.03.2009
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Dienstag, 24. März 2009 02:59:03
wild haldbar machen
hallo, wollte mal wissen ob sich jemand mit dem haldbar machen von erlegtem wild auskennt. Also ich meine vollkommen ohne technologie, das interresiert mich einfach und ich wollte mal wissen ob das möglich ist und wenn ja wie
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C&R
Mitglied seit: 24.06.2007
Land/PLZ:: Deutschland/82XXX
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Dienstag, 24. März 2009 23:06:04
Trockenfleisch Wild
probier es doch mal mit Trockenfleisch - hier ein Rezept:
Rezept zur Herstellung von Trockenfleisch (Uri)
"Tiirs": urnerisch fuer luftgetrocknetes Fleisch (auch "tiigets" Der Urner Bergbauer versorgte sich weitgehend selbst mit Fleisch. Im Herbst wurde fast in jeder Bauernfamilie ein schon lange dazu bestimmtes Schwein, ein Schaf oder eine Ziege geschlachtet. Meistens teilte man sich mit dem Nachbarn noch eine Kuh. Das Fleisch wird entweder frisch gekocht, gesalzen, getrocknet oder geraeuchert fuer den Winter haltbar gemacht.
Tiirs und Graeicherets wird auch heute noch nach seit Jahrhunderten ueberlieferten Rezepten hergestellt und war einmal die taegliche Speise der Bergbauern. Tiirs oder Bindenfleisch ist inzwischen zu einem der teuersten Luxusfleischstuecke geworden und im Preis stark angestiegen. Nachfolgend ein Rezept, wie man diese schmackhaften Fleischstuecke herstellt. Dabei kommt es nicht darauf an, ob es sich um Rind, Schwein, Schaf, Ziege oder gar Wild handelt.
Die einzelnen Fleischstuecke werden zuerst mit einem Schnur zum Aufhaengen versehen. Dann werden sie mit der Salzmischung tuechtig eingerieben. Die so eingesalzenen Fleischstuecke legt man nun so gedraengt wie moeglich in eine saubere Holzstande. Zwischen die einzelnen Fleischstuecke streut jeder seine eigene Gewuerzmischung: gehackter Knoblauch, Wacholderbeeren, Nelken, Lorbeerblaetter, Zimtstengel oder auch andere Gewuerze werden verwendet. Dazu ist zu sagen, dass moeglichst wenig oft mehr ist.
Die Fleischstuecke, die weniger als 2 kg wiegen, sollten mindestens 14 Tage, grosse etwa 3 Wochen in dieser Salzlake reifen. Die Stuecke werden alle 1 bis 2 Tage umgepackt, so dass die unteren jeweils nach oben, und die oberen nach unten zu liegen kommen. Nach dem Salzen waescht man das Fleisch mit handwarmem Wasser ab und haengt es zum Trocknen auf. Die einzelnen Stuecke muessen frei haengen, sie duerfen sich nicht beruehren.
Zum Trocknen gilt eine Temperatur von 10 bis 12 Grad Celsius und eine Luftfeuchtigkeit von 72 bis 75 o/o als ideal. Die Trocknungsdauer betraegt 2 bis 6 Monate, je nach Groesse der Fleischstuecke. Auf die gleiche Art kann auch Schinken, Speck, Ziegen- und Schaffleisch sowie Wild bearbeitet werden. * Quelle: Nach: Emil Stadler Das Kochbuch aus Uri ISBN 3-88117-445-1 Erfasst von Rene Gagnaux Stichworte: Fleisch, Trocknen, Schweiz, P10
_____________________________________ C&R: JÄGER - ANGLER - FLIEGENFISCHER
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xxlbux
Mitglied seit: 24.03.2009
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Mittwoch, 25. März 2009 01:55:38
Re: wild haldbar machen
hey das ist toll danke schön.
da mach ich mir nur um das "vorher" gedanken. also wenn man jetzt rein theoretisch wild erlegt, dann hat man ja nicht allzuviel zeit das fleisch vor fliegen etc. zu schützen und das fleisch fängt dementsprechend schnell an zu faulen. denkt ihr es gibt da eine möglichkeit das fleisch davor zu schützen von fliegen angefallen zu werden?
sagt mir ruhig wenn das zu abwegig klingt ... is wie gesagt reines interresse
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didier
Mitglied seit: 17.08.2007
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Mittwoch, 25. März 2009 10:55:10
Re: wild haldbar machen
Wild sollte man eben schnell aufbrechen und auskühlen lassen. Dann fängt es auch nicht "sofort" an zu faulen! Vor Fliegen kann man es mit einem Netz schützen.
Wenn der Sommer zu heiß/gefährlich ist, dann würde ich eben erst im Herbst auf die Jagd gehen. Dann wird es in der Nacht schon kalt, das Wild kann auskühlen und anschließend kann man es zu Trockenfleisch verarbeiten ... WmH
Jäger aus Leidenschaft!
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Eduard56
Mitglied seit: 30.03.2010
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Mittwoch, 19. Mai 2010 14:49:26
Re: wild haldbar machen
Wir hatten im Jagdcamp in Canada ein Gebäude, welches fliegendicht war. An jeder Seite war ein Fenster mit Fliegendraht, damit die Luft durchziehen kann. Hier hätte man trocknen können (sogenanntes JERKY) oder einen Tag aufbewahren, bis jemand mal wieder zum Versorgungspunkt fuhr. Der lag auf einer Ranch mit Strom (100km entfernt) und Kühlraum.
Wir packten das zerlegte Wild in sogenannte Game-Bags. Das sind Stoffbeutel aus einem Material wie Windeln. Absolut dicht gegen Fliegen. Das lustige war der Begleitzettel der Gamebags: BEFORE USING GANEBAGS MAKE SHURE THAT THE ANIMAL IS DEAD. WOUNDED ANIMAL IS VERY DANGEROUS. Der Witz ist ja, daß man das Tier schon zerlegt hat, bevor man die Gamebags aus dem Rucksack kramt. *gg*
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nighthunter
Mitglied seit: 29.05.2007
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Mittwoch, 19. Mai 2010 16:18:50
Re: wild haldbar machen
In den USA werden ja auch Katzen zum Troknen in die Mikrowelle gesteckt ... dann kann ich den Hersteller schon verstehen, der Kunden davor warnt, dass es keinen Sinn macht einem Grizzly das Gamebag über das Haupt zu ziehen, bevor man ihn erlegt
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Eduard56
Mitglied seit: 30.03.2010
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Mittwoch, 19. Mai 2010 19:00:02
Re: wild haldbar machen
Es gab damals so einen tollen Witz. Zur Einbürgerung nach Canada mußte der Bewerber eine Gallone Whisky trinken, einen Grizzly töten und mit einer Indianerin schlafen. Nach Tagen kam er total zerkratzt wieder und fragte, wo denn nun die Indianerin wäre, die er töten sollte.
Ein Guide, in dem Gebiet in dem ich öfter jagte, sagte darauf. There is no fu..... difference between having Sex with a Grizz or a Squaw.
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