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Eduard56
Mitglied seit: 30.03.2010
Land/PLZ:: Deutschland/
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Sonntag, 30. Mai 2010 11:14:24
Hygieneverordnung
Ich weiß nicht, ob es in ganz Deutschland Pflicht wird, aber hier in NRW soll jeder Jagdscheininhaber einen Hygienekurs belegen. Ich versteh, daß jeder Jungjäger die Behandlung von Wildbret erlernt, so wie wir vor 30 Jahren. Man hat die Grundversorgung gelernt und Wildtierkrankheiten. Bei Verdacht einer Krankheit die ich nicht kenn, würd ich immer den Fachmann befragen. Nun heißt es, daß man als Zulieferer des Lebensmittelhandels dies Fachwissen benötigt. Das Fachwissen erlangt man in einem eintägigen Kurs, wo einem die Teilnahme bestätigt wird. Egal wieviel man verschlafen hat, oder wieviel Bier man getrunken hat. Also kein wirklicher Wisenszuwachs. Viele Jäger, die seit 20 Jahren und mehr Wild verwerten, belächeln den Kurs. Ein Berufsjäger im öffentlichen Dienst sagte sogar, daß nur er und seine Helfer ein Messer am Wild ansetzen, die normalen Jäger sollten das Wild nicht mit dem Messer berühren.
Jetzt hab ich gelesen, daß sogar das Wild schon während der Jagd ( Link nur für registrierte und angemeldete Mitglieder sichtbar ) versorgt wird und abends nur noch pro Wildart ein Stück symbolisch auf der Stecke liegt. Sollte nicht der Respekt vor der Kreatur von uns verlangen, daß jedes Stück auf der Strecke liegt? Auch zerschossene Fasane, als abschreckendes Beispiel. Ich habe Strecken mit 300 Stück Niederwild erlebt, wo man sich beim Strecke verblasen Gedanken machte, ob der Eingriff zu heftig war, oder nur das Resultat der guten Hege. Die nächsten Tage beobachtete man bewußter das verbliebene Wild.
Was sagt ihr zu diesen beiden Neuerungen?
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C&R
Mitglied seit: 24.06.2007
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Postings: 495
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Sonntag, 30. Mai 2010 22:39:53
Re: Hygieneverordnung
Hi Eduard - spannendes Thema - find ich gut und hier ist meine Meinung dazu:
- Einen PFLICHTKURS erachte ich nur als sinnvoll, wenn es wirklich neue wissenschaftliche Erkenntnisse gibt, die jedem Jäger vermittelt werden sollen!
- Einen FREIWILLGEN Kurs beim jeweiligen egering/Jagdclub finde ich immer sinnvoll ... wer nicht regelmäßig jagt und etwas aus der Praxis ist, kann hier sein Wissen auffrischen
- Das Versorgen während der Jagd macht in bestimmten Fällen Sinn, z.B. bei Waidwundschüssen breche ich auch bald möglichst auf und Wasche das Wild mit Trinkwasser aus dem Kanister aus.
- generell die Strecke sofort versorgen zu müssen, verstehe ich nicht. Die letzten 10.000 Jahre ist niemend daran gestorben, dass das Wild erst nach der Jagd versorgt wurde ... und viele haben es sogar noch stolz abhängen und reifen lassen.
- Das Strecke-Legen gehört für mich auch zum Respekt dem Wild gegenüber - aus den von Dir beschriebenen Gründen
na dann mal sehn, was der Rest so meint
_____________________________________ JÄGER - ANGLER - FLIEGENFISCHER
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Eduard56
Mitglied seit: 30.03.2010
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Montag, 31. Mai 2010 08:15:02
Re: Hygieneverordnung
Hochwild (inkl. Rehwild) wird, besonders bei weichen Schüßen, natürlich baldmöglichst aufgebrochen. Aber Niederwild, was ja sowieso in der kalten Jahreszeit geschossen wird, sollte nicht wie auf dem Schlachthof nach 15 Minuten in der Truhe frieren, sondern wie es seit ewigen Zeiten ist, auf der strecke liegen und verblasen werden.
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