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Bevorzugtes Kaliber zur Sauendrückjagd

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8x68

14.17

Mitglied seit: 29.05.2007

Land/PLZ:: Deutschland/

Postings: 54

Sonntag, 28. Oktober 2007 14:24:07

Bevorzugtes Kaliber zur Sauendrückjagd

Hallo, welches Kaliber ist Eurer Meinung nach am besten für die Sau-Drückjagd geeignet?

Kormoranjäger

7.75

Mitglied seit: 15.07.2007

Land/PLZ:: Deutschland/49XXX

Postings: 31

Mittwoch, 31. Oktober 2007 00:50:16

Re: Bevorzugtes Kaliber zur Sauendrückjagd

Ich denke viel wichtiger wie das Kaliber, ist daß der Schütze mit seiner Waffe vertraut ist, und seine Schießfähigkeiten nicht überschätzt.
Davon abgesehen halte ich unsere mittleren Schalenwildkaliber für ausreichend. Ein Geschoßgewicht von mindestens 10g vorrausgesetzt.
Ich selbst habe mit gutem Erfolg 7x64, 308 Win., 30-06 und 9,3x74R verwendet, wobei ich die 9,3 bevorzuge. Freunde von mir benutzen oft die 8x57IS. Von rasanten Magnums wie .300 Win. Mag. oder 7mm Rem. Mag. halte ich auf Drückjagden gar nichts.
Wichtig ist auch daß ein gut ansprechendes Geschoß verwendet wird. Man kann es für veraltet halten, aber ich benutze einfache Teilmantel Rund Geschosse, da sie meist eine gute Stoppwirkung haben.

namibiahunter

Mitglied seit: 20.09.2007

Land/PLZ:: Deutschland/97XXX

Postings: 1

Mittwoch, 31. Oktober 2007 16:05:59

Re: Bevorzugtes Kaliber zur Sauendrückjagd

Ich habe schon sehr viele Sauen gejagt und bin der Meinung ein hochrasantes Kaliber wie die 8x68 ist für die Saujagd ungeeignet, weil die Schußbahn ja nicht unbedingt immer frei von Gegenständen wie Äste, Bäume, Gräser usw ist. Die Gefahr der Ablenkung des Geschosses ist mit den rasanten Kalibern sehr hoch. ich verwende die 9,3x62 mit einem Norma Vulcan Geschoss 15 Gramm. Das ist relativ unempfindlich und hat durch die Aufpilzung und Trennung vom Geschoßmantel eine sehr gute Wirkung. Selbstverständlich ist auch bei der 9,3 der Sitz des Geschosses wichtig. Aber durch das hohe Gewicht hat man auf jeden Fall viel Reserve. Oft genug muß man auf der Drückjagd auch bei nicht idealen Bedingungen schießen, aber mit dem entsprechenden Kaliber reicht es dann immer aus. Außerdem wird durch die moderate Geschoßgeschwindigkeit keine Wildbret- zerstörung hervorgerufen.

hatzwatz

Mitglied seit: 12.11.2007

Land/PLZ:: Deutschland/48XXX

Postings: 2

Montag, 12. November 2007 12:41:08

Re: Bevorzugtes Kaliber zur Sauendrückjagd

Ich kann mich der Meinung von Nanibiahunter nur anschliesen. 9,3x62 ist schon richtig, ob jetzt die Vulkan sein muss ? Verbundkern Geschosse wie Oryx 18,5g oder Evolution 18,8g haben ohne Zweifel Vorteile. Zum Beispiel sicherer Ausschuß , keine Schplitterwirkung. Als Hundeführer u Nachsucher auf Drück.u Bewegungsjagden habe ich damit die besten Erfahrungen.

C&R

153.96 153.96 153.96 153.96

Mitglied seit: 24.06.2007

Land/PLZ:: Deutschland/82XXX

Postings: 495

Dienstag, 07. Dezember 2010 22:13:11

Re: Bevorzugtes Kaliber zur Sauendrückjagd

Ich nutze meine 7x64 und bin damit sehr zufrieden!

_____________________________________

JÄGER - ANGLER - FLIEGENFISCHER

Teckelfan

21 21

Mitglied seit: 26.07.2010

Land/PLZ:: Deutschland/37XXX

Postings: 84

Mittwoch, 08. Dezember 2010 12:54:34

Re: Bevorzugtes Kaliber zur Sauendrückjagd

Wer den Testberich der DEVA über Ablenkung von Geschossen vor einigen Jahren in der W&H gelesen hat, wird eine andere Meinung als Namibiahunter haben. Dort wurde eindeutig festgestellt, das dicke und langsame Geschosse erheblich stärker an dünnen Holzstäbchen abgelenkt werden als rasante. Z.B. hatten FLG die stärkste Abweichung - im Gegensatz zu den oft am Jägerstammtisch vertretenen Theorien. Der Test zeigte dünne Stäbchen in jeweils anderen Durchmessern auf eine Platte gesteckt, welche durchschossen wurden. Die Ablenkung dahinter wurde auf einer Scheibe vermessen.
Etwas anderes ist es mit der Zerlegung von Hochgeschwindigkeitsmunition an Fremdkörpern in der Flugbahn, denn da sprechen deren Geschosse (zumindest wenn sie zu weich sind) leichter an.

Eduard56

96.75 96.75 96.75

Mitglied seit: 30.03.2010

Land/PLZ:: Deutschland/

Postings: 348

Mittwoch, 08. Dezember 2010 14:45:49

Re: Bevorzugtes Kaliber zur Sauendrückjagd

Da bin ich etwas anderer Meinung. Schieß ich ein Reh im Weizen mit der 6,5x57R, dann muß ich genau schauen, daß ich bloß keinen Halm treffe, weil das Geschoß sonst abgelenkt wird. Schieß ich mit 8x57 oder 9,3 oder .375, dann kann man auch ne Schneise ins Korn schießen und das Reh liegt trotzdem. Weil das Thema Sauen ist, würd ich da auch ein dickes, aber kein hochrasantes Geschoß nehmen.

Teckelfan

21 21

Mitglied seit: 26.07.2010

Land/PLZ:: Deutschland/37XXX

Postings: 84

Mittwoch, 08. Dezember 2010 16:55:30

Re: Bevorzugtes Kaliber zur Sauendrückjagd

Du solltest Dir einmal den Testbericht der DEVA besorgen. Es wurde tatsächlich mit versetzten Holzstäbchen von 1mm bis 5mm getestet. Der Auftraggeber der Versuchsreihe war W&H und von der DEVA kann man mit Sicherheit saubere Ergebnisse erwarten.
Wie ich bereits schrieb, ist die Gefahr der Zerlegung eines weichen schnellen Geschosses natürlich größer als bei einem langsamen dicken Batzen. Ein zersplittertes Geschoss fliegt in alle Richtungen.
Unsere eigenen Erfahrungen im Jagdbetrieb können wir kaum fundiert wiedergeben, weil jede Situation anders ist und wir kaum Vergleiche haben. So können wir keinen Schuß mit verschiedenen Kalibern in der Praxis wiederholen und die Abweichung zur Einschlagstelle nachmessen. Es müssen unter den gleichen Bedingungen viele Schüsse mit unterschiedlichen Geschossen abgegeben werden, um einen aussagekräftigen Mittelwert zu erhalten. Was wir bei der Jagd erleben und glauben beurteilen zu können, ist zu sehr dem Zufall überlassen. Viele Dinge werden über Generationen falsch weitergegeben, aber dadurch nicht richtiger.

Eduard56

96.75 96.75 96.75

Mitglied seit: 30.03.2010

Land/PLZ:: Deutschland/

Postings: 348

Mittwoch, 08. Dezember 2010 19:26:23

Re: Bevorzugtes Kaliber zur Sauendrückjagd

Ich vertraue 30 Jahren Jagerfahrung, 30 Jahr Wiederladeerfahrung, Jagderfahrung in verschiedensten Ländern und Situationen, Führererfahrung hier und in Canada und zig Erfahrungsberichten von Jagdkollegen im In- und Ausland.
Ich respektiere die Test der DEVA, aber ich bleib trotzdem bei meiner Meinung. Mit der .375 schieß ich nen Strich in den Weizen und mit der 6,5x57R reicht ein Strohhalm. Wir haben damals eine US-Patrone (irgendwie .22 Swift oder .222 Swift) hochgeladen und bekamen auf 50 Meter keine Geschwindigkeitsmessung, sondern nur unter 10 Meter. Es lag daran, daß sich daß Geschoß in der Luft zerlegte.
Test ist Test und Erfahrung ist Erfahrung. Und ein echter Westfale glaubt keinen Zahlen, die er nicht selbst manipuliert hat, wenn er andere Erfahrungen hat.

Teckelfan

21 21

Mitglied seit: 26.07.2010

Land/PLZ:: Deutschland/37XXX

Postings: 84

Donnerstag, 09. Dezember 2010 13:41:24

Re: Bevorzugtes Kaliber zur Sauendrückjagd

Wenn ein Geschoss sich schon durch den Luftwiederstand zerlegt, ist es für Hochgeschwindigkeitspatronen absolut ungeeignet. Auch Ich habe über 30 Jahre Erfahrung aus über 200 oft berufsbedingten Jagdreisen in alle Welt und habe einige tausend Stück Wild erlegt, ebensolange bin auch ich Wiederlader und gehe insgesammt 43 Jahre zur Jagd.
Trotzdem kann ich nur sagen, dass sich schnelle Geschosse z.B. im Getreidefeld natürlich schneller zerlegen und daher oft nicht auf dem gewünschten Ziel ankommen, aber das hat mit der Ablenkung der Geschosse nichts zu tun. Das kann eben nur in ausführlichen Testversuchen unter immer den gleichen Voraussetzungen geschehen. 33 Jahre Arbeit in der Forschung (physikalische Chemie) haben mich gelehrt, dass nur große Versuchsreihen zu sicheren Aussagen führen.
Daher hinkt der Vergleich mit dem Kornfeld. Wenn sich dort leichte und zu weiche Geschosse zerlegen, wird es immer zu einem schlechten Ergebniss führen. Hat man einen harten Geschossaufbau, ist man bei Hindernissen im Vorteil.
Als ich einmal auf etwa 4 m einen Waldelefanten auf den Schädel schoss, traf ich eine dicke Liane. Dabei wurde das 300grs schwere VM-Geschoss der .375H&H etwa 60Grad abgelenkt, wie ich später im Wildkörper feststellte. Sicher kann man so etwas nie mehr im gleichen Schußwinkel nachvollziehen und hat keine Vergleichsmöglichkeiten. So etwas ist mir nie wieder passiert und so kann ich auch nicht von Erfahrung sprechen, sondern nur von einem für mich selbst fast unglaublichen Einzelfall. Hätte ich es nicht selbst erlebt, wären meine Zweifel extrem groß.

didier

17.96

Mitglied seit: 17.08.2007

Land/PLZ:: Frankreich/

Postings: 48

Donnerstag, 09. Dezember 2010 14:01:21

Re: Bevorzugtes Kaliber zur Sauendrückjagd

Bei uns in Frankreich sind alte Kriegskaliber verboten, d.h. man kann mit .308, 30-06, 8x57 IRS, etc. nicht jagen. Auf den vielen Sautreibjagden sind die am häufigsten geführten Kaliber 7x64, 8x68 und .300 WIN MAG.

Wenn ich mir anschaue, was so auf Treibjagden geschossen wird und wann es zu Nachsuchen kommt, so is für mich nicht sofort eine Korrelation zum Kaliber abzulesen. Vielmehr komm tes darauf an, wie gut und diszipliniert jemand schießt. Der Abzug sollte schon aus Sicherheitsgründen gerade bleiben, wenn das Wild nicht frei steht. Auf Treibjagden wird bei uns meist auch max. 50m weit geschossen und eine Ablenkung hat kaum Einfluß. Daher ist das Resultat unabhängig vom Kaliber gut, wenn man trifft!

Es gibt eine einzige Ausnahme und das sind wirklich grobe Sauen. Wir haben vorletzte Woche einen 127kg Keiler auf der Treibjagd gestreckt. Mein Nachbar hat mit der 7x64 geschossen - das Geschoss saß voll auf der Schulter und ist nicht durch ... meine 8x68 dagegen hat volle Arbeit geleistet happy

Waidmannsheil

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