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robareisen
Mitglied seit: 12.10.2009
Land/PLZ:: Deutschland/66XXX
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Dienstag, 27. Oktober 2009 11:39:34
Problem: überjagende Hunde bei Bewegungsjagden
Bei Bewegungsjagden auf kleiner Fläche kommt es m.o.w. zwangsläufig vor, dass die eingesetzten Hunde über die Reviergrenzen in den Nachbarrevieren jagen und dort das Wild hochmachen. Oftmals machen die Hundeführer keine Anstalten, ihre Hunde zurückzurufen, worüber die Nachbarn natürlich "not amused" sind. Wenn dies regelmäßig passiert (oder evtl. sogar mit System) welche Möglichkeit (incl. Rechtsgrundlagen) gibt es, diesem Treiben Einhalt zu bieten?
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Eduard56
Mitglied seit: 30.03.2010
Land/PLZ:: Deutschland/
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Samstag, 05. Juni 2010 09:22:51
Re: Problem: überjagende Hunde bei Bewegungsjagden
Rechtsgrundlage wird wohl nicht ausreichen. Du beschuldigst ihn und er entschuldigt sich grinsend. Im Normalfall kann man mit den Nachbarn ja reden und hat auch eine Nachsuchenregelung. Falls der Nachbar aber unbelehrbar ist, dann sollte man ihm sagen, daß man in letzter Zeit häufig wildernde Hunde im Revier hatte und diese in Zukunft stoppen werde. Natürlich freundlich mit einem Lächeln.
Das Problem entsteht aber, wenn Hunde, die fast nie rauskommen, plötzlich vor viel Wild stehen. Deshalb stand bei uns auf den Einladungen: Hunde nur nach Absprache mit dem Jagdleiter. Mancher war sauer, daß er seinen tollen Hund nicht führen durfte, aber als Nachsuchenjäger immer das zuletzt bejagte Treiben nachsuchen wollten die auch nicht. Bei uns kamen immer nur Hunde mit, deren Verhalten bekannt und gut war. Da reichten dann auch 5 Hunde für eine Treibjagd mit 8 Treiben und 300 Stück Niederwild. Und wenn mal ein Hund über die Grenze jagte, dann war es auch nicht so schlimm, weil die beiden Nachbarn (oder deren Jäger) waren eh dabei und gaben grünes Licht für Nachsuchen über die Grenze.
Deshalb setzt euch regelmäßig mit den Nachbarn zusammen und plant auch Hegemaßnahmen und Abschüße gemeinsam.
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didier
Mitglied seit: 17.08.2007
Land/PLZ:: Frankreich/
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Samstag, 05. Juni 2010 21:12:51
Re: Problem: überjagende Hunde bei Bewegungsjagden
Als erstes sollte man sicher immer das Gespräch suchen - sachlich und weniger emotional. Wenn das nicht hilft, sollte man ggf. über den Hegering gehen und schauen, ob man so etwas Rückendeckung bekommt. In einem ähnlichen Fall war es bei mir hilfreich, das Geschehen auf Bild festzuhalten. Dann war es mit dem Rausreden für den anderen nicht so einfach - aber das ist wirklich nur die letzte Reaktion - ein gutes nachbarschaftliches Verhältnis ist immer viel wert und dazu sollte man sicher auch mal ein Auge zudrücken und dann eher pro-aktiv den Nachbarn auf die eigene Jagd einladen
Jäger aus Leidenschaft!
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Eduard56
Mitglied seit: 30.03.2010
Land/PLZ:: Deutschland/
Postings: 348
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Sonntag, 06. Juni 2010 12:36:40
Re: Problem: überjagende Hunde bei Bewegungsjagden
@didier
Klar ist das nette Gespräch und auch die gute Nachbarschaft wichtig, aber im Fall des Themenstarters hörte es sich so an, als wenn der Nachbar einer von der Sorte ist: Nehmt ihr ruhig rücksicht, ich nehm dafür jedes Stück was ich kriegen kann. Diese Leute wechseln nach spätestens einer Periode das revier, falls sie vorher nicht aus "Gesundheitsgründen" einen Nachpächter suchen.
Dann hilft wirklich nur Druck vom Hegering (was nie passiert), oder die warnung, daß man jeden Hund der außerhalb der Einwirkung des Führers ist, als wildernden Hund abschießt. Ich würde dann den Schuß auch nach Möglichkeit vermeiden, aber die Drohung hilft, wenn sie überzeugend vorgetragen wird. Die Anzahl der Leute, die egoistisch den Freundlichkeit der Mitmenschen ausnutzen, steigt von Tag zu Tag.
Diesen Leuten muß man genauso entgegentreten. Wir hatten einen Schlaumeier, der fütterte eine Linie von unseren Dickungen in seinen Raps, damit die Hähne am Jagdtag im Raps sind. Er schaute ganz erschrocken, als am Jagdmorgen der Raps gemäht war und kein Wild auf der großen Fläche war. Es kostete zwar eineige DM, damit der Bauer früher mäht, aber das Gefühl des Sieges ist auch mal nen großen Schein wert. *gg*
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