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Wald und Wild stabil halten - Forstbegehung Interessen in Einklang bringen

Wald und Wild stabil halten

Forstbegehung

Interessen in Einklang bringen Ronsberg | db | Um die richtige Waldverjüngung, die Vermeidung von allzu großem Wildverbiss, die Hege des Wildbestandes und die sachgerechte Pflege der Natur ging es bei der Waldbegehung der Ronsberger Jagdgenossenschaft. Wie dies im Zusammenspiel mit Jägern und Waldbesitzern möglichst ausgewogen geschehen kann, wurde eingehend diskutiert. Aber auch die Beunruhigung des Wildes durch lärmende Spaziergänger, freilaufende Hunde und radelnde Kinder abseits der Wege kam zur Sprache.

Fütterungsanlage wird verlegt

Begleitet wurde die Gruppe der Jäger und Waldbesitzer vom Vorsitzenden der Jagdgenossenschaft, Franz Schaule, von Forstoberinspektorin Christine Rammo (Forstamt Kaufbeuren) und Bürgermeister Gerhard Kraus. Die Waldbauern wiesen darauf hin, dass der Wildverbiss an Jungpflanzen in unmittelbarer Nähe von Futterstellen besonders groß sei. Die dabei angesprochene Fütterungsanlage nahe einer Schonung wird verlegt, versprachen die Jäger.

Ziel sollte ein stabiler Mischwald sein, betonte Försterin Rammo. Die Fichte allein sei durch die Klimaänderung auf Dauer nicht lebensfähig. An Beispielen in den Wäldern im Süden des Ortes westlich der Günz wurden vorbildliche Vermischungen der Baumarten beim Nachwuchs sowohl durch Anpflanzung als auch durch natürlichen Samenanflug gefunden. Aber auch Gebiete, bei denen in der Pflege und bei der Aufforstung noch etwas verbessert werden kann, sind dort vorhanden. Am steilen Hang zum Schwelktal zwischen Zadels und Oberweiler ist eine Pflanzung dagegen schwer möglich, ein Nachwachsen kann dort höchstens durch eine Naturverjüngung mit Lärchen und Buchen erfolgen.

Strategien für die Zukunft

Mit Hilfe der Forstbehörde wollen die Waldbesitzer und die Jäger zusammen Strategien entwickeln, damit der Wald nicht nur Rückzugsgebiet für das Wild und Erholung suchende Naturfreunde ist, sondern auch naturgerecht und rentabel bewirtschaftet werden kann.

Ratlos war man dagegen, wie man uneinsichtigen Mitbürgern beikommen kann, die den Wald als Freizeit- und Sportgelände ansehen. So war zu sehen, wie Kinder in der Nähe des Bachtl-Weges Schanzen und Trassen aus Brettern, Folien und Metallgestängen errichtet haben, auf denen sie mit ihren Fahrrädern zwischen den Bäumen hinabsausen.

Die Ankündigung von Bürgermeister Kraus, dass die Gemeinde vorhabe, auf ihrem Grund in der Nähe des Skilifts eine ordnungsgemäße Anlage für Bergradler zu bauen, wurde daher von allen Teilnehmern der Waldbegehung freudig begrüßt.

Quelle: www.all-in.de

Kommentare

testiPhone wrote 04-10-2010:

Test

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